Häufig gestellte Fragen...    
     
   
   
   
   
   
   
   
   

Holz oder Kunststoff?

Holzschläger
Holzschläger werden in Handarbeit hergestellt und daher gibt es immer leichte Unterschiede. Fiberglass, Kevlar und Carbon werden um den Griff- und Schaftbereich gewicket, um die Stabilität und Festigkeit zu erhöhen.
Holzschläger sind grundsätzlich etwas weicher als Kunststoffschläger und geben dem Spieler damit ein besseres Ballgefühl bei der Ballannahme und beim Ballführen.

Aus diesem Grund ist ein Holzschläger die bessere Wahl für Mittelfeldspieler aber vor Allem für Kinder und Jugendliche, weil sie Fehler leichter verzeihen.

Kunststoffschläger
Kunststoffschläger werden in einer Form hergestellt, die mit Carbon, Kevlar und Fiberglass ausgelegt ist und das Kunstharz unter Druck zugefügt wird. Dabei bestimmt die Mischung der einzelnen Komponenten welche Eigenschaften der Schläger hat.
Carbon erhöht die Steifigkeit des Schlägerschafts - damit ist der Carbonanteil verantwortlich für die Schlaghärte.
Fiberglass ist der Grundbaustein und sorgt für Festigkeit und Haltbarkeit; ein höherer Anteil an Fiberglass erhöht die Ballkontrolle.
Kevlar (oder Aramid) erhöht ebenfalls die Festigkeit und gleichzeitig sorgt es für eine Dämpfung von Vibrationen, wodurch der Spieler eine besseres Ballgefühl beim Stoppen und Schlagen erhält.

Daher sollten Anfänger darauf achten Schläger mit einem höheren Fiberglassanteil und geringerem Carbonanteil zu wählen und erfahrene Spieler besser Schläger mit höherem Carbon- und Kevlaranteilen verwenden.

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Länge des Schlägers

Hockeyschläger gibt es in Längen von 24-35 Zoll für Kinder/Jugendliche und 36,5-38 Zoll für Erwachsene.

Die nachfolgende Grafik soll Ihnen helfen die richtige Länge Ihres Schlägers zu wählen.
Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass der Schläger bei Kindern/Jugendlichen bis maximal zum Hosenbund reicht; zu lange Schläger sind zwar "schick", aber die Kinder lernen damit leider nicht mehr richtig zu schlagen, weil der Bewegungsablauf bei zu langen Schlägern beeinträchtigt wird (Ball wird geköpft, geht hoch, Unzufriedenheit beim Kind, etc.).

< 100cm 100-115cm 115-125cm 125-135cm 135-145cm 145-155cm 155-190cm > 190cm
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24" 28" 30" 32" 34" 35" 36,5" 38"

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Gewicht des Schlägers

Versuche ein "Gefühl" für den Schläger zu bekommen. Er sollte gut ausbalanciert sein und sich in deinen Händen "gut" anfühlen. Je nach Vorliebe kann das Gewicht gleichmäßig über die Länge des Schlägers verteilt sein oder etwas kopflastiger hin zur Schlägerkeule sein. Das Kopfgewicht des Schlägers sollte allerdings nicht so ausgeprägt sein, dass es die Beweglichkeit des Schlägers beim Dribbling mit dem Ball beeinträchtigt.

Feldhockeyschläger gibt es folgenden Gewichtsklassen:

  • L (light, leicht) (18-20 oz. [510-567g])
  • M (medium, mittel) (21-22 oz. [595-623g])
  • H (heavy, schwer) (23 oz bis FIH Maximum 25,9 oz. [652-737g])

Die meisten Spieler benutzen einen L oder M Schläger. Grundsätzlich spielen Stürmer und Mittelfeldspieler eher leichtere Schläger für schnelle Bewegungen im Kreis und Verteidiger wählen meist schwerere Schläger um kräftiger den Ball nach vorne zu schlagen und sich nicht aus Versehen vom Stürmer den Schläger wegdrücken zu lassen.

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Keulenform

Die Form der Keule hängt je nach Vorliebe des Spielers und seiner jeweiligen Position ab.

shorti toe (1768 bytes) Shorti

Die"Shorti Keule" ist meist aus einem Stück Holz und wird nur noch bei Kinder- und Anfängerschlägern verwendet.
midi toe (1793 bytes) Midi (J-Turn)

Die "Midi Keule" ist etwas länger und hat damit eine größere Fläche um den Ball besser zu stoppen und auch eine bessere Ballkontrolle beim Schlagen und Dribbling zu erreichen. Besonders bevorzugt bei Stürmern und Mittelfeldspielern wegen der guten Ballführungseigenschaften.
hook toe (1801 bytes) Maxi

Die "Maxi Keule" ist noch weiter nach oben gebogen und sorgt dafür, dass dem Spieler ein Maximum an Schlägerfläche zur Verfügung steht. Die meisten Schläger haben eine Maxi Keule, weil sie den optimalen Kompromiß zwischen Midi und Hook darstellt.
hook toe (1801 bytes) Hook

Die "Hook Keule" bietet die größte Schlägerfläche und erleichtert das Stoppen und Abwehren mit der Rückhand noch mehr. Besonders bevorzugt auf Naturrasen aber nur noch selten angeboten.

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Materialien zur Verstärkung

Ein flexibler Schläger der gut Schläge absorbiert ist meist der Schläger der Wahl für Anfänger. Flexible Schläger sind meist haltbarer als ihre steiferen Konkurrenten.

Fortgeschrittene Spieler wählen aber meist steifere Modelle aus, wegen der erhöhten Schlagkraft.

Hersteller von Hockeyschlägern verwenden eine Vielzahl von Materialien zur Verstärkung, um Härte und Haltbarkeit zu verbessern oder für Steifigheit und Flexibilität zu werben. Metall ist aber laut FIH Regeln als Bestandteil des Hockeyschlägers verboten.

  • FI-Fiberglass: Das Hauptmaterial zur Verstärkung von Hockeyschlägern. Meist wird es im Schaftbereich als Mantel oder Streifen verarbeitet und sorgt auch als Abriebschutz an der Keule.

  • CA-Carbon: Eines der effektivsten Materialien zur Versteifung. Versteifung im Schaftbereich sorgt für eine größere Schlagkraft bei erfahrenen Spielern. Allerdings überträgt ein Schläger mit hohem Carbonanteil bei kalten Temperaturen den Aufprall des Balles an der Schlägerkeule auch stärker über den Schaft auf die Hände des Spielers (Prellen des Schlägers).

  • KE-Kevlar® (oder AR-Aramid): Sorgt für Verstärkung im Schaftbereich und dämpft die Vibrationen auf die Hände. Je mehr Kevlar im Schläger vorhanden ist, desto weniger fühlt man das Prellen des Schlägers. Gleichzeitig schafft die Faser aber auch mehr Flexibilität und ein besseres Gefühl beim Schlagen und Stoppen des Balles.
    Kevlar ist eine organische Faser, die von DuPont hergestellt wird und in vielen Produkten zum Einsatz kommt (kugelsichere Westen, Reifen, Glasfaseroptik und Sportartikel).

  • DY-Dyneema®: Wird über die Verstärkungs- und Versteifungsmaterialien aufgebracht, um den Schaft vor Schlägen zu schützen. Dyneema ist eine Polyethylene Faser und hat eine hohe Qualität gegen Schläge und hohe Energieabsorbierungsqualität.

  • CE-Keramik: Meist auf der flachen Seite des Schlägers aufgebracht um Festigkeit des Schlägers zu erhöhen und eine Reduzierung von Vibrationen.

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Schlägerpflege und Reparatur

Um den Schaft und die Keule des Schlägers besser zu schützen sollte man diese mit Tape umwickeln. Das sorgt außerdem für eine bessere Ballkontrolle, da der Ball beim Stoppen nicht so weit von der Keule wegspringt.
Damit das Tape den Schläger länger schützt, muss man es vor Wasser (Kunstrasen) schützen, indem man es dick mit UHU-Hart bestreicht.

Kleinere Schäden am Schläger, wie Absplitterungen lassen sich am Besten mit einem Reparaturset beheben.
Tips zur Vorgehnsweise:
- der Schläger sollte trocken sein
- Schläger sauber machen (Schmutz und Tape entfernen)
- Schadstellen mit Schleifpapier glätten
- das Reparaturmittel (Epoxy oder 2-Komponenten Kleber mit Füller) laut Anleitung verwenden
- wenn Mittel ausgehärtet ist, mit Sandpapier nachschleifen und wieder mit Tape und UHU-Hart bekleben

Wer seinen Schläger liebt (kostet meist viel Geld), sollte ihn stets gut pflegen und dazu gehört auch eine regelmäßige Prüfung und notfalls Reparatur.

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Garantie auf Hockeyschläger

Obwohl es immer seltener ist, kann es doch vorkommen, dass ein Schläger fehlerhaft ausgeliefert wurde. Die meisten Hersteller ersetzen defekte Schläger innerhalb der ersten 6 Monate nach Kauf, wenn sie bei normalem Hockeyspiel brechen. Dies umfaßt: größere lose oder abgebrochene Teile an Keule oder Schaft oder wenn Griff oder Schaft in zwei Teile zerbricht. AUSGENOMMEN: unsichtbare Risse, Kratzer, Lackabsplitterungen, Keulenabrieb oder lose Partikel im inneren des Schlägers, die vibrieren oder rasseln können bzw. sämtliche anderen normalen Abnutzungserscheinungen - diese Dinge beeinträchtigen aber nicht die eigentliche Funktion des Schlägers.
Schäden, die durch das Schlagen oder Schrubben des Balles mit der "argentinischen Vorhand" verursacht werden, werden ebenfalls nicht anerkannt, da dieses Spielen des Balles nach FIH Regeln verboten ist.

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Schläger für Linkshänder?

Es gibt keine Hockeyschläger für Linkshänder. Alle Schläger haben eine Keule mit einer runden Seite (zeigt nach rechts) und einer flachen Seite (zeigt nach links). Der Ball darf immer nur mit der flachen Seite gespielt werden; dazu muß man den Schläger in der Hand so drehen, dass die Keule auf dem Kopf steht, wenn man den Ball mit der flachen Seite von links spielen möchte.

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